In die Tiefe – Das Bergbaumuseum in Bochum

Bochum ist schon an der Oberfläche eine herrliche Stadt, die oftmals als Ziel von Reisen und Ausflügen gewählt wird, doch lassen Sie sich nicht den Untergrund entgehen. Im Bergbaumuseum von Bochum können Sie eine ganz neue Welt entdecken. Das Museum wurde schon in den 1960er-Jahren eröffnet und gehört heute zu einer der Hauptziele, wenn Sie sich für Museen und Kultur interessieren. Besonders bemerkenswert ist, dass Sie auch einiges zum Anfassen, statt nur anschauen haben.

Machen Sie sich auf was gefasst!

Einer der größten Vorteile vom Bergbaumuseum ist, dass es sich nicht nur um ein ödes Museum handelt, wo Sie von einem Schaukasten zum nächsten laufen. Sicherlich gibt es hier auch eine große Ausstellung, welche die unterschiedlichsten Werkzeuge und Gegebenheiten zeigen, welche für den Bergbau wichtig waren, doch viel interessanter ist das Anschauungsbergwerk, welches Sie rund 20 Meter in die Tiefe bringen wird. Das Anschauungsbergwerk wurde einem realen Bergwerk nachempfunden und bietet ein Streckennetz von rund 2,5 Kilometern. In der Tiefe kann es schnell sehr beengend und dunkel sein, weshalb das Museum sicherlich nichts für Angsthasen ist. Für kleine Kinder sollten Sie immer die Windeln bereit halten, denn schnell können die engen Gänge, das Echo von anderen Besuchern und die tiefe Dunkelheit zu dem einen oder anderen Malheur führen. Oberhalb finden Sie ein Badezimmer vor, wo Sie jenes schnell wieder beheben können.

Lernen mit Augen und Händen

Doch zunächst zu den Untiefen des Anschauungsbergwerks. Den Besuchern werden hier imposante Maschinen und der mühsame Arbeitsalltag in einem Bergwerk gezeigt. Viele der Maschinen können heute noch genutzt werden, weshalb es nicht nur heißt: Anschauen und weitergehen. Die Führer zeigen gerne, wie die Maschinen funktionieren und welchen Arbeitsdruck die Mitarbeiter über sich ergehen lassen mussten. Das Highlight ist aber die Unterwasserinszenierung. Diese zeigt, wie der zwischenzeitlich abgesoffene Blindschacht manuell abgeteuft wurde. Der gesamte Vorgang wird mit Vollschnittmaschinen sowie Bohr- und Sprengarbeiten gezeigt und ist ziemlich imposant.